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Klassische Homöopathie

Die klassische Homöopathie ist eine eigenständige Therapieform mit klar definierten Gesetzen. Sie kann auf einen großen Wissensschatz aus rund 200 Jahren Heilerfahrung zurückblicken und wird heute mit Erfolg bei akuten wie chronischen Erkrankungen angewendet.

Die Homöopathie geht davon aus, dass Krankheitssymptome nur die Spitze des Eisberges repräsentieren und nicht die Krankheit als Ganzes darstellen. Als eigentliche Krankheitsursache nimmt man eine Verstimmung der «Lebenskraft» an. Eine «echte» Heilung kommt nur zustande, wenn man das Gleichgewicht der «Lebenskraft» wiederherstellt.

In der klassischen Homöopathie wird ausschliesslich mit Einzelmitteln behandelt. Das heisst, es werden keine Mischungen hergestellt, sondern der Homöopath sucht ein Heilmittel welches der Totalität der vorhandenen Symptome entspricht. Wobei in akuten Fällen das Mittel manchmal sehr schnell und öfters gewechselt werden muss, und in chronischen Fällen erst geraume Zeit die Reaktionen überprüft und beurteilt werden. Nebst den körperlichen Symptomen sind hierfür auch die emotionalen und geistigen Symptome von grosser Bedeutung. Die Homöopathie versteht den Menschen als eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Eine Trennung dieser Ganzheit ist unmöglich.

Arzneimittel

In der Homöopathie werden pflanzliche, tierische und mineralische Arzneien verwendet, die stark verdünnt sind. Bei jedem Verdünnungsschritt wird die Arznei kräftig geschüttelt und erst durch dieses Potenzieren, wie Hahnemann es nannte, bekommt die homöopathische Arznei ihre Wirkungskraft.

Denn durch das Verschütten wird von außen Energie zugeführt und das Verdünnungsmedium Wasser oder Alkohol dient quasi als Informationsspeicher. Die homöopathischen Mittel geben dem Körper eine Art Information, einen Energieimpuls, um die Selbstheilung anzukurbeln.
Heute gibt es weit über 2000 Grundmedikamente, die in Globuli, Tropfen, Tabletten oder Pulver verabreicht werden.

«Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt» Similia Similibus Curentur

Diese zentrale Aussage stammt von Samuel Hahnemann (1755-1843), dem Begründer der klassischen Homöopathie. Noch heute ist sein Wissen für den praktizierenden Homöopathen unerlässlich, und ebenso gültig wie vor 200 Jahren. Das Ähnlichkeitsprinzip besagt, dass eine Arznei einen kranken Organismus genau und nur dann heilen kann, wenn die Krankheitssymptome im Wesentlichen mit den Symptomen übereinstimmen, die diese Arznei bei einem Gesunden verursachen kann. So lässt zum Beispiel das Zwiebelschälen Augen tränen und brennen oder die Nase laufen. Entsprechend wird die Zwiebel als akutes homöopathisches Mittel eingesetzt bei Schnupfen mit ähnlichen Symptomen.

Das heisst: Eine Arznei, welche am gesunden Menschen ein Leiden verursachen kann, ist auch im Stande ein ähnliches Leiden am Kranken zu heilen. Oder mit den Worten Hahnemanns:

«Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll.»

Individualisierung

Die individuelle Betrachtung des Patienten ist die wichtigste Grundlagenarbeit des Homöopathen. Immer ist es das einzelne, unverwechselbare Lebewesen (Mensch oder Tier) das behandelt wird. Die Homöopathie versteht das Lebewesen als eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Eine Trennung dieser Ganzheit ist unmöglich. Es gibt kein homöopathisches Mittel gegen chronischen Husten beim Pferd oder Nierenbeschwerden bei der Katze. Aber es gibt eine Arznei, welche nebst vielen anderen Beschwerden, auch den chronischen Husten oder die Nierenbeschwerden heilen kann, sofern die Gesamtheit aller Symptome dem Mittel entsprechen. Angenommen es werden fünf Pferde mit chronischem Husten behandelt. Dann ist es wahrscheinlich, dass jedes der fünf Pferde ein anderes Mittel erhält. Denn jedes Pferd ist einzigartig in seinem Wesen und in der Weise wie es seine Symptome präsentiert.

«Es gibt kein Arzneimittel für eine spezielle Krankheit, sondern es gibt ein Mittel für den Patienten, der an einer Krankheit leidet.»